|
|
Tier(heim)-Stammtisch mit brisantem Thema
Die Debatte um das Töten von Tieren ist so alt wie der Mensch begonnen hat, moralische und ethische Werte zu entwickeln. Insbesondere die Frage der Zulässigkeit des rituellen betäubungslosen Schlachtens von warmblütigen Tieren ist seit Jahren Gegenstand öffentlicher Diskussionen. Erneut flammte diese auf, nachdem im Januar 2002 das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zu Gunsten eines muslimischen Metzgers fällte, der auf sein verfassungsmäßiges Recht auf Ausübung seiner Religionsfreiheit, zu der auch der Verzehr von Fleisch geschächteter, also betäubungslos geschlachteter Tiere, gehöre, klagte.
Mit Urteil vom 15. Januar 2002 erhielten nunmehr auch die Muslime die Erlaubnis, auf Antrag bei der zuständigen Behörde eine Ausnahmegenehmigung für das betäubungslose Schlachten zu stellen. Das rituelle Schlachten wurde nach Ende des 2. Weltkrieges zum Teil erlaubt, zum Teil stillschweigend geduldet. Auch ist diese Praxis nicht nur im Islam verbreitet, sondern trifft gleichermaßen für das Judentum zu.
Die Erlaubnis zum Schächten setzt sich unter Berufung auf die Religionsausübungsfreiheit über das grundsätzlich im Tierschutzgesetz geregelte Betäubungsgesetz hinweg, so die Meinung der Evangelischen Kirche Deutschlands.
Mit Beginn der erneuten Diskussion um das Grundrecht der Religionsfreiheit in Deutschland und den sich mehrenden Anträgen zum Schächten von Tieren aus zwingenden religiösen Gründen wurde auch der Tierschutz erstmals in die Verfassung aufgenommen.
Der Internationale Gerichtshof für Tierrechte in Genf befasste sich unmittelbar im Anschluss an das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im März 2002 mit dem Thema des betäubungslosen Schlachtens. Er vertritt die Auffassung, dass die Schlachtmethode des Schächtens tierethisch nicht vertretbar ist und deshalb verboten werden sollte.
Am letzten Tier(heim)-Stammtisch dieses Jahres am 19. November 2008 soll die Problematik ab 18.00 Uhr im Brauhaus (CROC-O-DEAL) in der Lübecker Straße 127 Thema der Veranstaltung sein.
Interessierte Tierfreunde sind wie immer herzlich willkommen.
|
|
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass wir uns von sämtlichen Links, die auf Webseiten außerhalb dieser Domain führen, ausdrücklich distanzieren. Darüber hinaus ist für diese Webseite verantwortlich: Bündnis für Tiere e. V., Haeckelstraße 10, 39104 Magdeburg.
Bei Fragen oder Unklarheiten im Zusammenhang mit dieser Website wenden Sie sich
bitte an [Projekt-E-Mail]. |